Einleitung

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Die 

Bhagavad 

Gita

 

 

 

Mahatma Gandhi „Die Gita ist mir stets eine Quelle des Trostes gewesen. Wenn mich kein Lichtstrahl mehr erreicht, schlage ich die Gita auf, und ein Vers, den ich zufällig finde, gibt mir mein Lächeln zurück. Wer über die Gita meditiert, wird jeden Tag neue Freude aus Ihr ziehen und neue Bedeutungen entdecken.“

 

 

Bezugsquellen und Übersicht

 

Hier die links zur "Bhagavad Gita wie sie ist". Übersetzung und Kommentierung durch Srila Prabhupada (1896-1977), der dank Schülernachfolge (parampara) die Gita in ihrer ursprünglichen Bedeutungstiefe und Klarheit an uns im Westen weitergeben konnte.

 

🎯 free download der englischspr. Ausgabe, PDF, 8Mb. Die deutsche Ausgabe unterliegt der Buchpreisbindung. 

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Die Bhagavad Gita

Die Wissenschaft des Absoluten 

 

Vor 5000 Jahren: Der Krieger Arjuna steht auf dem Feld von Kurukṣetra zwischen zwei riesigen Armeen, bereit zum Kampf, doch gelähmt von Verzweiflung. Seine Pflicht fordert den Kampf, aber sein Herz schreit: „Was ist der Sinn?“ Seine innere Not ist die Ihre: Wer bin ich, wofür kämpfe ich, und wie finde ich wahres Glück in einer Welt, die auseinanderzufallen scheint?

Die Antwort kommt von seinem Wagenlenker, Krishna, der in diesem Moment das gesamte spirituelle Wissen des Universums offenbart. Die "Bhagavad Gita Wie Sie Ist" ist die Essenz dieser Unterweisung – die einzige vollständige und autoritative Übersetzung, die die wissenschaftliche Klarheit und die höchste spirituelle Schlussfolgerung des Textes beibehält.

Die Krise des modernen Lebens ist wie ein Echo dieser Schlacht von Kurukṣetra. Die Gita gibt uns mit ihren zeitlosen 700 Versen die Antwort, wie auch wir ähnlich Arjuna siegreich sein können. 

 

1. DER KAMPF IM TÄGLICHEN LEBEN (Soziologie & Karma-Yoga)

Die Suche nach Gerechtigkeit und Sinn im Handeln

Du suchst nach einer logischen Ordnung im Chaos, nach einem System, das fair ist, egal ob du an einen Gott glaubst oder nicht? Die Gītā liefert das Fundament für eine funktionierende Welt.

• Statt blinder Regeln bietet die Gītā die universelle Wissenschaft des Handelns (Karma-Yoga). Entdecke, wie du allein durch die erfüllte Pflicht (Sva-Dharma), die deiner Natur entspricht, und die Entsagung der Ergebnisse innere Ruhe (Sattva-Guṇa) und tiefe Zufriedenheit findest. Erfahre, dass Glück nicht von dem abhängt, was du besitzt, sondern von der Qualität deiner Tätigkeit.

• Die Antwort auf die Frage des Leidens: Wie kann ein liebender Gott Leid zulassen? Die Gītā löst das Theodizee-Problem durch das Prinzip des Karma und der Reinkarnation. Das Leid ist kein willkürlicher Zorn, sondern die präzise, logische Reaktion auf unsere eigenen vergangenen Entscheidungen – ein perfektes System der Gerechtigkeit und des Lernens, das jedem die volle Verantwortung und Kontrolle über sein Schicksal zurückgibt.

Die Gītā ist die Bedienungsanleitung, wie man in dieser Welt handelt, ohne von ihr gefangen zu werden. 

 

2. DER KAMPF IM INNEREN (Psychologie & Jñāna-Yoga)

Der Krieg gegen innere Feinde und die Erhebung des Bewusstseins

Die wahre Kriegsfront liegt in dir. Dein Geist ist das Schlachtfeld, auf dem Lust, Gier und Zorn (Kāma, Lobha, Krodha) ständig deine Intelligenz angreifen.

• Der innere Fortschritt: Die Gītā bietet dir die psychologische Analyse der drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur (Guṇas). Lerne, deine Motivationen klar zu identifizieren und dich aktiv vom Modus der Unwissenheit (Tamas) und der Leidenschaft (Rajas) in den Modus der Tugendhaftigkeit (Sattva) zu erheben.

• Wissen als Waffe: Sobald du im Sattva-Guṇa bist, erlangst du die wahre Unterscheidungskraft (Jñāna-Yoga). Die höchste psychologische Erkenntnis lautet: "Ich bin nicht mein sterblicher Körper. Ich bin die ewige, unzerstörbare Seele (Ātman)." Diese Erkenntnis befreit dich von Angst, Kummer und der ständigen Sorge um das Vergängliche.

Erhebe dein Bewusstsein und nimm die Kontrolle über die Maschine deines Geistes.

 

3. DER KAMPF GEGEN DIE ILLUSION (Bhakti-Yoga)

Die Krönung der Wahrheit: Vom unpersönlichen Licht zur ewigen Liebe

Nachdem alle praktischen und philosophischen Ebenen gemeistert sind, führt Krishna zur höchsten, nicht-sektiererischen spirituellen Wissenschaft – dem Bhakti-Yoga. Dies ist der Kampf gegen die Ur-Illusion (Māyā) der Seele.

• Lösung für den Suchenden des Absoluten: Du strebst nach der unpersönlichen Leere (Brahman)? Krishna offenbart: "Ich bin die Grundlage des unpersönlichen Brahman." Das Absolute ist nicht nur ewiges Sein und Wissen (Sat-Cit), sondern auch unendliche Glückseligkeit (Ānanda). Dieses wahre Glück kann nicht in der statischen, beziehungslosen Leere gefunden werden. Wahre Vollendung liegt in der Liebe und Beziehung – der höchsten Form der spirituellen Existenz.

• Die letzte und höchste Unterweisung Krishnas: Der Gipfel der Gītā ist die Zusammenführung aller Pfade. Krishna erklärt, dass Karma-Yoga und Jñāna-Yoga letztlich nur Vorstufen zum Yoga der reinen Hingabe (Bhakti-Yoga) sind. Das höchste Glück wird nur erreicht, wenn du die letzte Schlacht gegen die Illusion gewinnst: die Illusion, unabhängig zu sein.

Die Krönung:

„Gib alle Arten von Dharma auf und ergib dich einfach Mir. Ich werde dich von allen sündhaften Reaktionen befreien. Fürchte dich nicht.“ (Bhagavad Gita 18.66)

 

Dies ist der Schlüssel zur Befreiung. Hingabe an Krishna ist die einzige Methode, die die Macht von Māyā vollständig bricht und dir die ewige, liebevolle Beziehung zur Höchsten Wahrheit schenkt.

 

DEIN WEG ZUR SELBSTVERWIRKLICHUNG BEGINNT JETZT.

Die "Bhagavad Gita Wie Sie Ist" bietet die klare, wissenschaftliche Erklärung für alle Aspekte dieser zeitlosen Philosophie.

 

Bhagavad  Gita 2.52

 „Wenn deine Intelligenz aus dem dichten Wald der Täuschung herausgetreten ist, wirst du gegenüber allem, was gehört worden ist, und allem, was noch zu hören ist, gleichgültig werden“.

DIE VEDEN: Die Bhagava Gita gibt die Essenz der Veden wieder, der ältesten Überlieferung der Menschheit, die im heutigen Indien ihren Ursprung haben. Dieses uralte Wissen ist zeitlos und gibt die Antworten auf die wichtigsten Fragen des Lebens. Dieses Wissen ermöglicht neben dem eigentlichen Zweck der spirituellen Selbstverwirklichung durch die vier Hauptpfade des yoga jedem Suchenden im Hier und Jetzt Glück durch innere Zufriedenheit zu finden und könnte durch die Philosophie des „simple living – high thinking“ die materiellen Probleme der Menschheit lösen helfen. Srila Prabhupada schreibt in der Einleitung „ES IST DAS ZIEL DER BHAGAVAD GITA, DIE MENSCHHEIT AUS DER UNWISSENHEIT DES MATERIELLEN DASEINS ZU BEFREIEN“. Es ist das Ziel der Gita die Seele, unser wahres Ich, von der falschen Identifikation mit dem materiellen Körper zu befreien. 

YOGA: Die Bhagavad Gita lehrt yoga, das sich Verbinden mit einer höheren Wahrheit, dem Brahman, purer Transzendenz. Es gibt verschiedene yoga Pfade. 

Mit jnana yoga, dem Pfad des Wissens, erreicht man die Brahman Realisation und wird sich dem wahren Ich, der unvergänglichen Seele, bewußt. Erreicht einen friedvollen Zustand des "sat", Unvergänglichkeit. 

Mit ashtanga yoga, dem achtgliedrigen Pfad, erreicht man über Meditation die Paramatma Realisation und wird sich Gott bewusst, in Form der alles durchdringenden Überseele, dem Paramatma. Erreicht einen friedvollen ehrfürchtigen Zustand des "sat cit", Unvergänglichkeit und Gottesbewusstsein. 

Mit bhakti yoga, dem Pfad der liebenden Hingabe, erreicht man die Bhagavan Realisation und beginnt eine aktive hingebungsvolle liebevolle Beziehung zu Gott. Erreicht dadurch die Vollkommenheit von "sat cit ananda", Unvergänglichkeit, Gottesbewusstsein und Glückseligkeit. Mit bhakti yoga ist es möglich sich mit dem höchsten Brahman, mit Gott, zu verbinden. Die Glücksforschung rät uns in zwischenmenschlichen Beziehungen das Glück zu suchen. In der Liebe. Um aber die vollkommene Liebe zu finden, müssen wir einen Schritt weiter gehen, denn diese werden wir in Verbindung mit uns unvollkommenen Menschen nie finden. Nur wenn wir uns mit dem Vollkommenen verbinden, mit Gott, wird diese Suche Erfüllung finden. Erst in der Befreiung der Seele, unserem wahren Ich, von der falschen Identifikation mit dem materiellen Körper und dem Erwecken unserer schlafenden Beziehung zu Gott findet unsere Suche nach dem vollkommenen Glück ihre Vollendung. 

 

🎯 eine schöne Seite zu bhakti yoga: www.bhakti-yoga.de

 

MAHA MANTRA: Eine der wichtigsten Praktiken im bhakti yoga ist das gemeinsame maha mantra Singen, sankirtan genannt. Ein mantra ist weit mehr als nur eine Abfolge von Tönen oder Wörtern. "Man" kommt von "manas", was Geist oder Verstand bedeutet. "Tra" kommt von "traya", was "befreien" oder "schützen" bedeutet. Mantra bedeutet also "das, was den Geist von seinen Belastungen befreit" oder "das, was den Geist schützt". Mantra sind ein mächtiges Werkzeug, um den unruhigen und rastlosen Geist zu beruhigen und zu reinigen. Wenn der Geist durch das Chanten eines mantras zur Ruhe kommt, wird er transparent wie die Oberfläche eines ruhigen Sees, was es ermöglicht, das wahre Selbst (die Seele) und die Beziehung zum Höchsten zu erkennen. Sankirtan, das gemeinsame Singen der Namen Gottes in Form des maha mantras, kostet nichts, jeder kann es und ist einfach nur schön. Das maha mantra lautet:

 

Hare Krishna Hare Krishna

Krishna Krishna Hare Hare

Hare Rama Hare Rama 

Rama Rama Hare Hare

 

Es ist das Ziel, durch das Chanten ein Bewusstsein für Gott zu schaffen, den Kreislauf aus Tod und Wiedergeburt zu beenden und heimzukehren in die spirituelle Welt zu Gott. 

 

🎯 mehr schönen kirtan finden Sie auch auf der facebook Seite bhakti yoga, zB https://www.facebook.com/share/p/1Bgm3aXRpV/

 

DIE

ESSENZ DER

 BHAGAVAD GITA

ZUSAMMENGEFASST

IN DREI SCHRITTE

 ZUM GLÜCK

 

1.Schritt: Wer bin ich?

In der Bhagavad Gita 2.22 sagt Krishna:

 

„Wie ein Mensch alte Kleider ablegt und neue anzieht, so gibt die Seele alt und unbrauchbar gewordene Körper auf und nimmt neue materielle Körper an.“

 

Viele von uns spüren intuitiv: Wir sind mehr als dieser materielle Körper. Die Intuition trügt nicht, denn wir leben in Wirklichkeit in einer Illusion. Unser wahres Ich ist unvergänglich. Transzendental zum materiellen Körper. Die falsche Identifikation mit unserem temporären materiellen Körper hält uns in einem Kreislauf aus Tod, Wiedergeburt und karmischen Reaktionen gefangen. Wir suchen unentwegt nach vollkommenen, unvergänglichem Glück. Streben nach  Erfolg, Genuss, Besitz. Wollen in Sicherheit und Freiheit leben. Hoffen auf die Zukunft. Doch die materielle Welt bleibt naturgemäß unvollkommen, limitierend und vergänglich. Die Realisation unseres wahren Ichs würde uns zu viel mehr Gelassenheit verhelfen, denn sie ändert unsere Prioritäten fundamental.

Der erste Schritt zum Glück ist folglich, sich wieder dem wahren Ich bewusst zu werden, dem zwar unendlich kleinen aber dafür vollkommenen und unvergänglichen wunderschönen transzendentalen Ich.

 

 

 

2.Schritt: Was ist die höchste Wahrheit?

In der Bhagavad Gita 7.7 / 6.47 sagt Krishna:

 

„Es gibt keine Wahrheit über mir, alles ruht auf Mir wie Perlen an einer Schnur.“

 

„Und von allen yogīs ist derjenige, der großen Glauben besitzt und immer in Mir weilt, immer an Mich denkt und Mir transzendentalen liebevollen Dienst darbringt, am engsten mit Mir in yoga vereint, und er ist der Höchste von allen.“

 

Die Bhagavad Gita enthüllt mehrere Wege der Befreiung aus dem Reinkarnationskreislauf: Yoga genannt - das Verbinden mit dem unlimitierten Höheren. Krishna, der Verkünder der Bhagavad Gita, preist bhakti yoga, den Weg der liebenden Hingabe, als den höchsten yoga Pfad. Denn er ist der einzige yoga Pfad, der zu einer liebevollen persönlichen Beziehung zum unlimitierten Höheren führt. Zu Ihm, zu Krishna, Sanskrit der „Allanziehende“. Er ist der Quell von absolut Allem, auch dieses Universums. Er ist der Eine unter verschiedenen Namen weltweit zu allen Zeiten verehrte Höchste. Es liegt an uns, unsere Abkehr aufzugeben und uns Ihm wieder in Liebe und Demut zuzuwenden. Das ist unsere ursprüngliche Beziehung, die wir vergessen haben, nachdem wir uns vor undenklicher Zeit entschieden haben, selbst „das Höchste“ sein zu wollen. Das einzige Ergebnis dieser folgenschweren Entscheidung war, ist und wird immer ein klägliches Scheitern und viel Leid sein.  Aber wir können das wieder ändern, wenn wir das Paradigma wechseln, uns alle aus dem Zentrum nehmen und den Höchsten ins Zentrum setzen.

Der zweite Schritt zum Glück ist folglich die Realisation, dass es den Einen Höchsten gibt und dass dieser Höchste eine höchst liebenswerte Person ist, Krishna, der mit offenen Armen auf unsere Rückkehr wartet.

 

 

 

3.Schritt: Was ist der Lebenssinn?

In der Bhagavad Gita 11.54 / 9.26 sagt Krishna:

 

„Mein lieber Arjuna, nur durch ungeteilten Hingebungsvollen Dienst kann Ich verstanden werden, wie Ich bin, so wie Ich vor dir stehe, und auf diese Weise kann Ich direkt gesehen werden. Nur so kannst du in das Geheimnis, Mich zu verstehen, eindringen.“

 

„Wenn Mir jemand mit Liebe und Hingabe ein Blatt, eine Blume, eine Frucht oder etwas Wasser opfert, werde Ich es annehmen.“

 

Der Lebenssinn ist, nicht nochmal ein Leben zu verschwenden und gleichsam wie an der Schule sitzen zu bleiben und das Schuljahr wiederholen zu müssen. Wir sollten dieses Leben nutzen heimzukehren nach Hause zu Krishna. Mit bhakti yoga empfiehlt Krishna nicht nur den höchsten yoga Pfad sondern gleichzeitig auch den einfachsten yoga Pfad. Das Einzige was zählt ist aufrichtige Liebe zum Höchsten, denn das ist das Einzige was sich Krishna von uns wünscht. Selbst durch intellektuelle Höchstleistung wird man Ihn deshalb nie erkennen können, sondern nur wenn man sein Herz für Ihn öffnet.

Ein besonderer Gesang hilft uns dabei das Herz für Krishna zu öffnen. Der Gesang wird kirtan genannt, das Singen des maha mantras. Hier ein schönes Beispiel. Kirtan ist eine von mehreren Formen das maha mantra wiederzugeben. Das Einzigartige ist, es gibt keine festen Regeln im chanten des maha mantras, egal ob meditativ leise oder ekstatisch laut, allein oder in der Gruppe, sitzend oder tanzend, früh morgens oder abends, zuhause oder auf dem Gipfel eines Berges, das maha mantra ist unter allen Umständen so stark, daß es uns von materieller Illusion befreit und uns zurück zum Höchsten führt, der mit offenen Armen auf unsere Rückkehr wartet. In Seinem Reich unendlicher Vielfalt und Glückseligkeit im einander liebevollen Dienen. In der vollkommenen, unvergänglichen spirituellen Welt.

Der dritte Schritt zum Glück ist folglich unsere schlafende Liebe zum Höchsten durch bhakti yoga wiederzuerwecken. Liebe ist das höchste Prinzip, und Liebe braucht ein Gegenüber. In Liebe zum Höchsten wird dieses Prinzip vollkommen: Sat, cit, ananda – Ewigkeit, Wissen, Glückseligkeit.

 

Bitte tauchen Sie selbst ein in den unermesslichen Reichtum der Bhagavad Gita, in diese zeitlose Weisheit, die dank Srila Prabhupada in der „Bhagavad Gita, wie sie ist“ authentisch überliefert wird. Bei Zweifel hier noch eine rein logische Herleitung. 

 

 

 

 

 

 

 

Motto "simple living - high thinking"

Man könnte all das Beschriebene – die Abkehr vom Materiellen und die Zuwendung zu Krishna – sehr schön mit dem einprägsamen Motto „simple living – high thinking“ beschreiben.

Das Leben vieler Menschen ist oft ein „complicated living – low thinking“, geprägt von der Suche nach Genuss, Besitz und Erfolg. Das ist sehr menschlich. All das macht unser Leben aber unnötig kompliziert und hält unsere Gedanken in den niederen Regionen der Likes und Dislikes gefangen. Der Stress, den der Versuch, die unzähligen Likes und Dislikes zu kontrollieren, mit sich bringt, lässt uns keine Zeit, über den eigentlichen Lebenssinn nachzudenken.

Srila Prabhupadas Traum war es deshalb, dass überall auf der Welt spirituelle Öko-Gemeinschaften entstehen, die den Menschen eine hilfreiche Umgebung bieten, um sich vom „complicated living – low thinking“ abzuwenden. Spirituelle Gemeinschaften, die sich weitgehend selbst versorgen – mit Landwirtschaft, mit Milchwirtschaft, vegetarisch – und bei allem Handeln Krishna in das Zentrum des täglichen Lebens stellen. So können wir ein friedvolles, gesundes, glückliches Leben führen und nach diesem in die spirituelle Welt zurückkehren. Solche Gemeinschaften gibt es überall auf der Welt, auch in Deutschland. Eine ist zum Beispiel Simhachalam im Bayrischen Wald. Es ist ein umgebauter, großer Bauernhof mit einer Hare Krishna Gemeinschaft, der wunderschön auf einer Anhöhe gelegen ist, mit Landwirtschaft und Milchkühen. Hier gibt es viele Programme, die man als Tagesgast besuchen kann, ein Gästehaus und auch Ashrams für all jene, die tiefer in das spirituelle Leben eintauchen möchten.

Natürlich kann man das Motto „simple living – high thinking“ auch in großen Teilen umsetzen, ohne in einem Ashram zu leben. Dieser Paradigmenwechsel ist es jede Mühe wert. Auch ich lebe ganz normal in einer Wohnung. Man kann auch so versuchen, schrittweise auf alles zu verzichten, was man nicht zum Leben braucht. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es eine Befreiung ist. Man kann wieder frei atmen, wenn man sich von diesen Konsumzwängen befreit, und es eröffnet Freiräume für die spirituelle Praxis. Ein einfacher erster Schritt ist es, abends auf den Fernseher zu verzichten, früher schlafen zu gehen und stattdessen früh aufzustehen, um dann zu Hause oder in der Natur zu meditieren. So erhält man den perfekten Start in den Tag 🙏.

 

 

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