Bezugsquellen
Entdecken Sie die Bhagavad Gita, ein philosophisches und metaphysisches Meisterwerk.
Mit ca. 150 Millionen Exemplaren in 80 Sprachen ist die hier erhältliche ‚Bhagavad Gita wie sie ist‘ die weltweit am meisten verbreitete und geachtete Ausgabe.
Diese von Śrīla Prabhupāda in ihrer ursprünglichen Bedeutungstiefe übersetzte und kommentierte Ausgabe enthält in höchst autoritativer Form die Essenz des ältesten Wissens der Menschheit – der indischen Veden.
Śrīla Prabhupāda gilt als einer der bedeutendsten Vedengelehrten des letzten Jahrhunderts. Da er dieses Wissen nicht nur lehrte, sondern im höchsten Maße selbst praktizierte, ist seine Kommentierung ein einzigartiger Wegweiser für alle Sinnsuchenden.
Erfahren Sie, wie unschätzbar wertvoll die Gita für Ihren Alltag ist und wie Ihr transzendentales Selbst durch Yoga seine wahre Bestimmung finden kann.
Buchhandel
🎯 Hardcover, deutsch, 876 Seiten, mit Farbtafeln, mit ebook downloadcode, ca 22 €, (ISBN 978-91-7149-651-5, überall im Buchhandel)
Deutschland: Thalia, weitere: Vedischer Versand, Hugendubel, ebay, ISBN, Buchkatalog, Amazon, ...
Österreich: Thalia, weitere: Libellus, Buchkatalog, ...
Schweiz: sa-ve, weitere: Buchhaus, exlibris, Orellfüssli, ...
Kostenlose Alternativen
🎯 Download der englischspr. Ausgabe, PDF, 8Mb.
(Die deutsche Ausgabe unterliegt der Buchpreisbindung. Weitere Möglichkeiten bzgl. der "Bhagavad Gita wie sie ist" bitte googeln, zB. online lesen auf vedabase.io, ... ).
„Die Gita ist mir stets eine Quelle des Trostes gewesen. Wenn mich kein Lichtstrahl mehr erreicht, schlage ich die Gita auf, und ein Vers, den ich zufällig finde, gibt mir mein Lächeln zurück. Wer über die Gita meditiert, wird jeden Tag neue Freude aus Ihr ziehen und neue Bedeutungen entdecken.“
Mahatma Gandhi
Praktische Lebensanleitung:
Erhalte zeitlose Weisheit für ein Leben in innerem Frieden und Erfüllung im modernen Alltag.
Löse die Dualitäten des Lebens:
Lerne die Zyklen von Freude/Leid und Erfolg/Misserfolg zu transzendieren.
Entdecke deine wahre Identität:
Verstehe die Natur des Ātman (das transzendentale Ich), die Beziehung zum Brahman (das Absolute) und den Sinn des menschlichen Daseins.
Unverzichtbar für Suchende:
Ein Muss für Yoga-Praktizierende und alle, die nach Selbstverwirklichung streben.
Die Essenz des Yoga:
Erfahre die tiefere Verbindung der vier Yoga-Wege (Karma, Jñāna, Rāja, Bhakti) und wie sie zum höchsten Ziel führen.
Die weltweit meistverkaufte Ausgabe:
Die authentischste und umfassendste Ausgabe der Bhagavad-gītā, millionenfach bewährt.
Vollständigkeit:
Enthält die originalen Sanskrit-Verse, die genauen Wort-für-Wort-Übersetzungen und die flüssige Gesamtübersetzung.
Klare und autoritative Erläuterungen:
Detaillierte Kommentare von A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada, die die tiefgründige spirituelle Bedeutung entschlüsseln.



Die Bhagavad Gita
Die Wissenschaft des Absoluten
Die Rahmenhandlung: Bitte versetzen Sie sich kurz gedanklich zurück in eine Zeit vor 5000 Jahren. Der Krieger Arjuna steht zwischen zwei gewaltigen Armeen auf dem Feld von Kurukṣetra im heutigen Indien, bereit zum Kampf, doch gelähmt von Verzweiflung. Seine Pflicht fordert den Kampf, aber sein Herz schreit: „Was ist der Sinn?“
Seine innere Not ist die Unsere: Wer bin ich, wofür kämpfe ich, und wie finde ich wahres Glück in einer Welt, die auseinanderzufallen scheint?
Die Antwort kommt von seinem Wagenlenker, Krishna, der in diesem Moment das gesamte spirituelle Wissen des Universums offenbart. Die "Bhagavad Gita Wie Sie Ist" ist die Essenz dieser Unterweisung.
Der Kampf unseres Lebens ist wie ein Echo dieser Schlacht von Kurukṣetra. Die Gita gibt uns mit ihren zeitlosen 700 Versen die Antwort, wie auch wir ähnlich Arjuna siegreich sein können.
Der Kampf wird auf drei Ebenen geführt: grobstofflich, feinstofflich (geistig) und metaphysisch. Der Kampf wird gegen Maya geführt, gegen die Illusion in der wir leben.
1. Gewinne den Kampf gegen die Mühlen des Alltags
Die Suche nach Gerechtigkeit und Sinn im Handeln
Du suchst nach einer logischen Ordnung im Chaos, nach einem System, das fair ist, egal ob du an einen Gott glaubst oder nicht? Die Gītā liefert das Fundament für eine funktionierende Welt.
• Statt blinder Regeln bietet die Gītā die universelle Wissenschaft des Handelns (Karma-Yoga). Entdecke, wie du allein durch die erfüllte Pflicht (Sva-Dharma), die deiner Natur entspricht, und die Entsagung der Ergebnisse innere Ruhe (Sattva-Guṇa) und tiefe Zufriedenheit findest. Erfahre, dass Glück nicht von dem abhängt, was du besitzt, sondern von der Qualität deiner Tätigkeit.
• Die Antwort auf die Frage des Leidens: Wie kann ein liebender Gott Leid zulassen? Die Gītā löst das Theodizee-Problem durch das Prinzip des Karma und der Reinkarnation. Das Leid ist kein willkürlicher Zorn, sondern die präzise, logische Reaktion auf unsere eigenen vergangenen Entscheidungen – ein perfektes System der Gerechtigkeit und des Lernens, das jedem die volle Verantwortung und Kontrolle über sein Schicksal zurückgibt.
Die Gītā ist die Bedienungsanleitung, wie man in dieser Welt handelt, ohne von ihr gefangen zu werden.
2. Gewinne den Kampf gegen deine inneren Feinde
Der Kampf gegen innere Feinde und die Erhebung des Bewusstseins
Die wahre Kampf findet nicht dort draussen statt sondern in jedem von uns. Dein Geist ist der Schauplatz des Kampfes, auf dem Lust, Gier, Zorn, Verblendung, Neid, Stolz, usw. (Kāma, Lobha, Krodha, Moha, ... ) ständig deine Intelligenz angreifen.
• Der innere Fortschritt: Die Gītā bietet dir die psychologische Analyse der drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur (Guṇas). Lerne, deine Motivationen klar zu identifizieren und dich aktiv vom Modus der Unwissenheit (Tamas) und der Leidenschaft (Rajas) in den Modus der Tugendhaftigkeit (Sattva) zu erheben.
• Wissen als Waffe: Sobald du im Sattva-Guṇa bist, erlangst du die wahre Unterscheidungskraft (Jñāna-Yoga). Die höchste Erkenntnis des Jñāna-Yoga lautet: "Ich bin nicht mein sterblicher Körper. Ich bin die ewige, unzerstörbare Seele (Ātman)." Diese Erkenntnis befreit dich von Angst, Kummer und der ständigen Sorge um das Vergängliche.
Erhebe dein Bewusstsein und übernimm die Kontrolle über deinen Geist.
3. Gewinne den Kampf gegen die Illusion in der wir alle leben
Die Illusion in der wir alle leben ist, dass wir glauben, auf uns allein gestellt vollkommenes unvergängliches Glück finden zu können, wenn wir es nur lang genug suchen. Mit Bhakti-Yoga weist Krishna, der Verkünder der Gita, uns einen Weg, wie wir wirklich vollkommenes unvergängliches Glück finden.
• Lösung für den Suchenden des Absoluten: Du strebst nach der unpersönlichen Leere (Brahman)? Krishna offenbart in BG14.27: "Ich bin die Grundlage des unpersönlichen Brahman." Das Absolute ist nicht nur ewiges Sein und Wissen (Sat-Cit), sondern auch unendliche Glückseligkeit (Ānanda). Dieses wahre Glück kann nicht in der statischen, beziehungslosen Leere gefunden werden. Wahre Vollendung liegt in der Liebe und Beziehung – der höchsten Form der spirituellen Existenz.
• Die letzte und höchste Unterweisung Krishnas: Der Gipfel der Gītā ist die Zusammenführung aller Pfade. Krishna erklärt, dass Karma-Yoga und Jñāna-Yoga letztlich nur Vorstufen zum Yoga der reinen Hingabe (Bhakti-Yoga) sind. Das höchste Glück wird nur erreicht, wenn wir uns vom Materiellen abwenden und uns der Höchsten Transzendenz in Liebe zuwenden.
„... ergib dich einfach Mir. Ich werde dich von allen sündhaften Reaktionen befreien. Fürchte dich nicht.“ (Bhagavad Gita 18.66)
Dies ist der Schlüssel zur Befreiung. Hingabe zum Höchsten ist die einzige Methode, die die Macht von Māyā vollständig bricht und dir die ewige, liebevolle Beziehung zur Höchsten Wahrheit schenkt.
Wir sollten die Illusion aufgebe, in Unabhängkeit unser Glück finden zu können. Wir finden nur Leid. Nur in Liebe finden wir Glück. In liebevoller Hingabe zum Höchsten liegt das höchste Glück.
LASS DEINEN WEG ZUR SELBSTVERWIRKLICHUNG JETZT BEGINNEN.
Die "Bhagavad Gita Wie Sie Ist" bietet die klare Erklärung für alle Aspekte dieser zeitlosen Philosophie.
Fragen, Anregungen, Kritik ?
sehr gerne an akshara.gopala.das@vodafonemail.de
weitere Kontaktmöglichkeiten incl. Adressen von Bhakti-Yoga Zentren
Eine empfehlenswerte bhakti yoga Seite: bhakti-yoga.de
Bhagavad Gita 2.52
„Wenn deine Intelligenz aus dem dichten Wald der Täuschung herausgetreten ist, wirst du gegenüber allem, was gehört worden ist, und allem, was noch zu hören ist, gleichgültig werden“.

Anhang: Klassifizierung der Bhagavad-gita-Ausgaben
Die auf dem deutschen Markt erhältlichen Ausgaben der Bhagavad-gītā lassen sich primär nach ihrer zugrunde liegenden Übersetzungsphilosophie und ihrem Interpretationsansatz in vier Hauptkategorien unterteilen. Diese Klassifizierung hilft, die unterschiedlichen Schwerpunkte der jeweiligen Ausgaben zu verstehen.
1. Die Bhakti-Ausgabe (Saguṇa / Personalistisch)
Diese Kategorie wird von der hier auf dieser Webseite empfohlenen „Bhagavad-gītā Wie Sie Ist“ (Bhagavad-gītā As It Is) von A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada (ISKCON) dominiert. Es ist die bei weitem verbreitetste und einflussreichste Version im spirituellen Yoga-Kontext, die eine Saguṇa-Interpretation (Gott mit Eigenschaften und Form) verfolgt.
* Philosophie: Bhakti-Yoga (Yoga der Hingabe). Das Ziel wird klar als Dienst und Liebe zur Höchsten Persönlichkeit Gottes (Krishna) interpretiert.
* Ansatz: Wörtlich und theologisch. Die Verse werden mit ausführlichen, autoritativen Kommentaren (Purports) versehen, die auf der Gaudiya Vaishnava-Tradition basieren.
* Zielgruppe: Praktizierende des Bhakti-Yoga, Leser, die eine definitive spirituelle Anleitung suchen, und diejenigen, die an den Höchsten als eine Person glauben.
2. Die Jnana-Ausgabe (Nirguṇa / Unpersönlich)
Diese klassischen Interpretationen stammen oft von Vertretern des Advaita Vedanta, die die Nirguṇa-Philosophie (Gott ohne Eigenschaften und Form) betonen, also die unpersönliche, nicht-duale Einheit.
* Bekannte Übersetzer: Swami Vivekananda, S. Radhakrishnan oder Übersetzungen, die auf Shankara-Kommentaren beruhen.
* Philosophie: Jñāna-Yoga (Yoga des Wissens) und Advaita (Nicht-Dualismus). Der Zweck der Gita ist die Erkenntnis, dass das individuelle Selbst (Ātman) identisch mit dem unpersönlichen Absoluten (Brahman) ist.
* Ansatz: Akademisch und interpretativ. Der Fokus liegt auf der Metaphysik und der Einheit aller Existenz. Das persönliche Element Krishnas wird oft als eine Stufe auf dem Weg zum formlosen Absoluten interpretiert.
* Zielgruppe: Leser, die eine universalistische (unpersönliche) Interpretation suchen.
3. Die Integrativen/Esoterischen Ausgaben
Diese Versionen versuchen, die Lehren der Gita mit westlichen psychologischen, theosophischen oder anderen spirituellen Konzepten zu vereinen (oft eine Tendenz zur Nirguṇa-Interpretation).
* Bekannte Übersetzer: Sri Aurobindo, Rudolf Steiner oder Maharishi Mahesh Yogi (fokussiert auf Transzendentale Meditation, TM).
* Philosophie: Yoga der Synthese/Psychologie. Die Gita wird als Anleitung zur Entwicklung des inneren Menschen oder zur Erreichung höherer Bewusstseinszustände (Kosmisches Bewusstsein) gesehen.
* Ansatz: Modern und synkretistisch. Die Kommentare verbinden hinduistische Konzepte mit Theosophie, Okkultismus oder Psychologie. Die Schlacht auf Kurukṣetra wird oft rein als Kampf im menschlichen Inneren interpretiert.
* Zielgruppe: Leser, die einen psychologisch orientierten, „New Age“- oder theosophischen Zugang zur Spiritualität suchen.
4. Die Literarischen Ausgaben
Diese werden von Indologen oder Sanskrit-Gelehrten ohne eine starke Bindung an eine bestimmte theologische Schule erstellt. Sie vermeiden weitgehend eigene Kommentare.
* Bekannte Übersetzer: Standard-Indologen, die sich oft auf philologische Genauigkeit konzentrieren.
* Philosophie: Neutral/Historisch-Kritisch. Der Fokus liegt auf der sprachlichen Korrektheit und der historischen Verortung des Textes im Mahabharata.
* Ansatz: Wissenschaftlich/Sachlich. Der Kommentar ist minimal und beschränkt sich oft auf sprachliche oder historische Anmerkungen.
* Zielgruppe: Sanskrit-Studenten, Historiker und Leser, die den Text ohne theologische Festlegung studieren möchten.
Entscheidungshilfe
Es gibt sehr viele verschiedene Ausgaben der Bhagavad Gita im Buchhandel. Es ist für Außenstehende deshalb verwirrend sich zu entscheiden. Man kann die obige Klassifizierung noch weiter vereinfachen, grob in zwei Hauptkategorien unterteilen: nirguṇa und saguṇa, da dies die grundlegende philosophische Trennlinie in der indischen Spiritualität darstellt.
Diese Klassifizierung ist absolut wesentlich, da sie den Unterschied zwischen unvollständiger und vollständiger spiritueller Erkenntnis markiert.
Die saguṇa Erkenntnis (das persönliche Verständnis von Gott) ist die vollständige und höchste Stufe des Yoga, während die nirguṇa Erkenntnis (das unpersönliche Verständnis) zwar gültig ist, aber nur eine unvollständige Erfahrung der Wahrheit darstellt.
Srila Prabhupadas "Bhagavad Gita wie sie ist" ist eine der wenigen Gitas die zur saguna Erkenntnis führt. Geschätzt 90% der erhältlichen Gitas sind nirguna Interpretationen (fast alle aus 2., 3. und 4. aus obiger Klassifizierung)
Jeder nach Selbstverwirklichung Suchende sollte, bevor er sich für eine Bhagavad Gita entscheidet, sich klar werden, welchen Weg er folgen will: gehe ich nur bis zum unpersönlichen Brahman, mit dem Ziel im Verschmelzen mit dem Brahman meine Individualität aufzugeben oder gehe ich weiter bis zur Quelle des Brahman, zum Höchsten, durch bhakti yoga, die liebende Hingabe, mit dem Ziel in der Liebe in Beziehung zum Höchsten das höchste Glück zu erreichen. Srila Prabhupada nannte das Folgen der nirguna Auslegung der Gita spirituellen Suizid. Mit AI ist es sehr leicht die Information, nirguna oder saguna, über jede Gita zu erhalten.
Genauer wird hier darauf eingegangen, warum die nirguna Erkenntnis unvollständig ist.

Die Hauptgründe warum nirguna im Westen populärer ist
Es ist unbestreitbar, dass die nirguna Erkenntnis im Westen populärer ist als die saguna Erkenntnis. Aber sind die Gründe für die Popularität auch Argumente gegen die saguna Erkenntnis? Eine kleine Analyse:
Die Nirguṇa-Interpretation der Bhagavad-gītā (fokusiert auf das unpersönliche, formlose Brahman) ist im Westen aus mehreren historischen, philosophischen und kulturellen Gründen populärer geworden als die Saguṇa-Interpretation (fokusiert auf die Höchste Person, Krishna).
1. Philosophische Kompatibilität mit westlichem Denken 💡
* Universalismus und Abstraktion: Die Nirguṇa-Philosophie des Advaita Vedanta (Nicht-Dualismus) spricht westliche Intellektuelle und die moderne Spiritualität stark an. Die Idee, dass Gott eine formlose Energie, ein universelles Bewusstsein oder das „Eine“ ist, ist leicht mit westlichen Konzepten des Pantheismus, der mystischen Traditionen und der modernen Physik (Energie) zu vereinbaren.
* Vermeidung von Dogma: Die Betonung des formlosen Brahman ermöglicht es, spirituelle Lehren ohne spezifische theistische Dogmen oder die Notwendigkeit, eine historische Figur (wie Krishna) als den Höchsten Gott anzubeten, zu akzeptieren. Dies passt gut zum Wunsch der westlichen spirituellen Szene, frei von organisierten Religionen zu sein.
2. Historische und publizistische Prägung 📜
* Einfluss früher Vedanta-Missionare: Die ersten einflussreichen indischen Lehrer, die den Yoga und die Vedanta im Westen populär machten – insbesondere Swami Vivekananda (Ende 19. Jhd.) – fokussierten stark auf den Advaita Vedanta und die Nirguṇa-Lehre. Vivekananda präsentierte den Vedanta auf dem Weltparlament der Religionen als die universelle Essenz des Hinduismus, die alle Kulte und Formen transzendiert.
* Verbreitung durch Intellektuelle: Viele frühe Übersetzungen, die den Westen prägten (z.B. von S. Radhakrishnan), wurden von Philosophen und Indologen verfasst, die traditionell der Nirguṇa-Sichtweise (Shankara-Tradition) näher standen als der persönlichen Bhakti-Tradition.
3. Psychologischer und praktischer Fokus 🧘
* Identifikation mit dem Selbst: Nirguṇa-Interpretationen betonen oft die Erkenntnis, dass „Ich bin Gott“ (Ahaṁ Brahmāsmi). Dies spricht das moderne westliche Bedürfnis nach Selbstermächtigung und der Findung des „inneren Gottes“ an.
* Vereinbarkeit mit Yoga-Asanas: Viele moderne Yoga-Studios im Westen konzentrieren sich auf die körperliche Praxis (Āsanas und Prāṇāyāma). Diese Praxis wird oft mit der Nirguṇa-Philosophie des formlosen Bewusstseins verbunden, da sie sich mehr auf das Erleben von Energie und Einheit als auf die Anbetung einer spezifischen Gottheit konzentriert. Die Bhakti-Yoga-Forderung nach vollständiger Hingabe an Krishna als Person wird in diesem Kontext oft als zu exklusiv empfunden.
4. Kulturelle Barrieren der Saguṇa-Sichtweise 🕌
* Monotheismus und Exklusivität: Die Saguṇa-Philosophie, wie sie von Prabhupada gelehrt wird, präsentiert Krishna als die Höchste Persönlichkeit Gottes und lehnt andere Pfade, die nicht zur persönlichen Hingabe führen, als unvollständig ab. Diese theistische Exklusivität erinnert viele westliche Suchende an die Dogmen der Kirche, von denen sie sich oft distanzieren wollen.
* Kulturelle Fremdheit: Die Saguṇa-Lehre beinhaltet spezifische kulturelle und theologische Aspekte (Götterverehrung, Rituale, die Notwendigkeit eines Gurus), die im Westen als zu stark „indisch“ oder exotisch empfunden werden können, während die Nirguṇa-Aussage als universell und kulturell neutral erscheint.
Ein Plädoyer für saguna, für Gott
1. Zum Argument des Universalismus und der Abstraktion 💡
Es ist wahr, dass der Westen das Universelle Bewusstsein sucht, frei von enger Begrenzung. Das Nirguṇa-Konzept des formlosen Brahman scheint diese Neutralität zu bieten.
Doch wir müssen verstehen, dass das Unpersönliche unvollständig ist. Das formlose Brahman ist lediglich die spirituelle Ausstrahlung oder das Licht des Höchsten Herrn. Wir suchen nach Glückseligkeit (Ānanda), und diese Freude entsteht im Austausch von Liebe. Liebe ist von Natur aus persönlich. Die Seele ist als ewiger Diener Kṛṣṇas konzipiert; sie findet keine dauerhafte, höchste Befriedigung in der kalten, passiven Abstraktion. Die Saguṇa-Erkenntnis (Kṛṣṇa) ist somit die vollständige, freudvolle Universalität, da sie die Quelle der Liebe offenbart, die alle Seelen suchen.
2. Zum Argument der historischen Prägung 📜
Man beruft sich darauf, dass Gelehrte und frühe Missionare wie Swami Vivekananda in erster Linie den Advaita Vedanta im Westen populär gemacht haben. Dies führte zur Annahme, dass die Essenz der Bhagavad-gītā das formlose Brahman sei.
Dies ist jedoch eine historische und philosophische Fehleinschätzung. Der Text der Gītā selbst ist eindeutig. Wenn Kṛṣṇa zu Arjuna spricht und sagt: „Ergib dich Mir (mām ekaṁ śaraṇaṁ vraja)“, spricht die Höchste Person. Die Lehre von der liebenden Hingabe (Bhakti) ist die abschließende und vertraulichste Schlussfolgerung der Gītā. Die Konzentration auf das Formlose war eine Vorstufe, aber die Hingabe an die Höchste Person ist die Vollendung des Wissens.
3. Zum Argument des psychologischen Fokus und der Selbstermächtigung 🧘
Viele westliche spirituelle Wege betonen die Idee: „Ich bin Gott“ oder die eigene Selbstverwirklichung steht im Mittelpunkt.
Wir müssen uns hier fragen: Ist das logisch? Wenn Sie Gott wären, müssten Sie nicht leiden. Sie wären nicht von den Launen der Natur abhängig. Wir sind als Seelen zwar qualitativ identisch mit Gott, aber quantitativ winzig. Die wahre Stärke oder Selbstermächtigung liegt nicht in der Anmaßung, der Schöpfer zu sein, sondern in der Wiederherstellung der ewigen, gesunden Beziehung zum Schöpfer. Die Praxis des Bhakti-Yoga – die Saguṇa-Verehrung – ist die einfachste und freudvollste Art, diesen Zustand zu erreichen.
4. Zum Argument der kulturellen und dogmatischen Barrieren 🕌
Es wird befürchtet, die Saguṇa-Sicht (Kṛṣṇa) sei zu dogmatisch und zu sehr an eine spezifische indische Religion gebunden, ähnlich den Erfahrungen mit westlichen Kirchen
Dies ist ein Missverständnis der Bhakti-Philosophie. Wir sprechen hier nicht von Dogma, sondern von Liebe. Kṛṣṇas Ruf zur Hingabe ist der Ruf der Liebe, den jeder vernünftige Mensch verstehen kann. Liebe ist transzendental zur Nationalität oder zur Hautfarbe. Sie ist das universelle Prinzip der Seele. Das Kṛṣṇa-Bewusstsein ist somit keine indische Religion, sondern die universelle Beschäftigung der Seele (Sanātana-Dharma)
FAZIT: Liebe zum Höchsten ist das höchste Ziel und das höchste Glück. Lassen Sie sich nicht von der unvollständigen nirguna Erkenntnis und ihrer Popularität in die Irre führen. Maya, diese materielle Welt, ist dazu da, uns in die Irre zu führen und es ist nur sehr schwer ihr zu entkommen. Die erste Illusion, die mit dem Materialismus einhergeht, ist "es gibt keinen Gott" und die zweite von nirguna versprochene noch verlockendere ist "wir sind Gott". Mit Srila Prabhupadas "Bhagavad Gita wie sie ist" finden Sie den Weg aus beiden Illusionen heraus zum wahren ewigen Glück.
